VDA-Bezirk 14 Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde
Aktuelles aus dem Bezirk 14
Bezirkstag
am Sonntag, 15. September 2019
im Gasthof Rössle
Kocherstraße 1 in 73423 Aalen
Bezirksversammlung 2019
© VDA-Bezirk 14
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VDA Bezirk 14 Baden Württemberg
Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde
Besuch des Zierfischgroßhandels „Aquarium Glaser“ in Rodgau Am 22. Juni machte sich frühmorgens unser Grüppchen aus dem Bezirk14 auf den Weg zu einem der größten Süßwasser- Zierfischimporteure und Exporteure in Süddeutschland. Organisiert vom Vize des Bezirks, Andreas Vanderlieb. Für den Ausflug war langfristig vorher im Bezirk Werbung gemacht worden, so fanden sich dann 16 Vereinsmitglieder erwartungsvoll um 9 Uhr früh vor der Verwaltung in Hessen ein. Empfang und Führung übernahm niemand geringeres als der bekannte Fachautor Dipl. Biologe Frank Schäfer, Chefredakteur von Aqualog/animalbook und beratender Biologe bei Aquarium Glaser. Nach Betreten der Aquarien-Halle kam der große AHA-Effekt. Tropische Temperatur und Luftfeuchte umfing uns schlagartig, wohin man blickte lange Gestellreihen mit Aquarien. In 3000 Becken werden etwa eine Million Fische von ca 25 Mitarbeitern, auch Feiertags, rund um die Uhr versorgt, erläuterte Frank Schäfer. Alle Becken werden mit „Hamburger-Filter“ ohne selektive Heizer betrieben. Die ganze Halle ist daher hoch temperiert, wobei zur Wärmegewinnung kräftig in Solar, Wärmerückgewinnung und Wasserregenerierung investiert wurde. Das örtliche Leitungswasser ist ideal für Weichwasserfische, es kommt mit ca 4°GH aus der Leitung. Aus diesem Grund entstand der Betrieb historisch auch aus einer Diskuszucht. Sauberkeit und aufwendige Hygiene ist oberstes Gebot. Medikamente werden nicht prophylaktisch eingesetzt, etwaigen Erkrankungen wird mit bewährten biologischen Methoden vorgebeugt, Neuzugänge kommen grundsätzlich in Quarantäne. Vor dem Verkauf werden stichprobenartig vom hauseigenen Tierarzt – Dr. Markus Biffar, Fachtierarzt für Fische, Abstriche gemacht und kontrolliert, erst wenn Gesundheit attestiert ist kommen die Tiere in den Verkauf. Die meisten Fischimporte, vorwiegend Nachzuchten, kommen ausschließlich mit Passagiermaschinen an, vorwiegend aus Asien, Südamerika, Tschechien und Israel. Aquarium Glaser arbeitet direkt mit dem Flughafen Fraport zusammen, so ergeben sich kurze Wege. Lediglich die vorgeschaltete Bürokratie und verschärfte Tierschutzgesetze wirken ggfs. zeitverzögernd. Wir durften eine gute Stunde ungehindert zwischen den Gestellreihen die Aquarieninhalte besichtigen, die nach Rassen und Pflegeansprüchen sortiert sind. Auch Garnelen und Krebse sind im Angebot. Hier konnten wir Spezies beobachten die wir sonst nur aus Literaturbeschreibungen kannten. Es war äußerst beeindruckend und das Gewimmel der vielen seltenen und spektakulären Varietäten erweckte natürlich Interesse und den Wunsch diese Art auch einmal zu pflegen. Ein wunderschöner Ausflug der Aquarianerherzen wieder höher schlugen ließ und reicher gemacht hat. Vielen herzlichen Dank an Aquarium Glaser und besonders Frank Schäfer, für die Gastfreundschaft und die kompetente Führung. Text/Bilder: Gez. Horst Steven
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